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Vortrag: Pfirsiche, Spargel und künstliche Reime. Charlotte von Stein zum 200. Todestag
Mit Steffi Böttger
In Zusammenarbeit mit der Goethe-Gesellschaft Ulm und Neu-Ulm e. V.
Es ist alles bekannt und von allen Seiten beleuchtet, was man über Charlotte von Stein wissen kann. Zeitzeugen, die man befragen könnte, gibt es nicht mehr, und so bleiben die wilden Spekulationen über den Charakter ihrer Liebe zu Goethe eben reine Spekulation.
Charlotte von Stein war kühl und scharfsinnig, großzügig im Vergeben und unnachgiebig, wenn es um ihre wirtschaftlichen Interessen und die ihrer Kinder ging. Sie revoltierte nicht gegen die höfischen Regeln, sie passte sich an. Dabei gelang es ihr nicht nur mit viel Geschick, das Dichtergenie Goethe in Weimar zu halten, sondern auch, ihm die wichtigsten Regeln des Hoflebens beizubringen. Über ihre eigenen Gefühle können wir nur mutmaßen, besitzen wir doch keinen ihrer Briefe an Goethe, nur das Echo in seinen. Was wurde da in den letzten 200 Jahren nicht spekuliert! Aus den etwa 1600 Briefen und Billetten Goethes an Charlotte hat jedes Zeitalter seine eigene Geschichte rekonstruiert, von sachlicher Beschreibung hin zu reiner Halluzination.
Beginnend bei Karl August Böttiger bis hin zu Ettore Ghibellino unternimmt die Sprecherin und Publizistin Steffi Böttger in ihrem Vortrag einen Parforceritt durch die Charlotte von Stein-Literatur der letzten 200 Jahre.
Termin: Donnerstag, 21.01.2027 | 19:00 Uhr
Tanja Nova
Tel. 0731 1530-34
nova@vh-ulm.de
Eine Anmeldung ist nicht nötig.
PreisEintritt frei

