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Bild: Teilnehmerinnen der Frauenakademiemit ihren Zertifikaten

Qualifizierung Kulturmittlerin

Begegnung - Dialog - Qualifizierung

Im Wintersemester 2021/22 bieten wir zum achten Mal den Kurs »Transkulturelles Lernhaus der Frauen« an – eine Qualifizierung im Bereich interkultureller Kompetenz, die Sie im beruflichen, ehrenamtlichen und natürlich auch im persönlichen Bereich nutzen können.

Das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Religionen prägt den Alltag in unserer Einwanderungsgesellschaft. Es ist nicht immer frei von Konflikten und gegenseitigen Vorurteilen. Damit der Reichtum der Vielfalt sich entfalten kann, brauchen wir einen Dialog miteinander und Menschen, die Brücken bauen und vermitteln können.

Das Transkulturelle Lernaus der Frauen ist ein Ort der Begegnung und des Dialogs für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, mit unterschiedlichen Lebensgeschichten, Fähigkeiten, Fragen und Hoffnungen. Hier besteht die Möglichkeit, sich für die Sichtweise von Anderen zu öffnen, die eigenen Ängste und Vorurteile aufzuspüren, zu überwinden und so den eigenen Horizont zu erweitern. Wir wollen gemeinsam lernen, wie Dialog so gestaltet werden kann, dass er Frieden, Respekt und Toleranz in unserer Gesellschaft bewirkt.

Die Lernhaus-Frauen werden zu Kulturmittlerinnen ausgebildet, die das Gelernte bei ihrer Arbeit oder auch im persönlichen Umfeld wirkungsvoll einsetzen können. Sie setzen sich für mehr Verständnis ein, vermitteln Wissen, bauen Vorurteile ab und können bei Konflikten Lösungen anbieten. Die Weiterbildung beginnt im Oktober 2021. Sie umfasst zwei Semester mit mehreren Gruppentreffen (1x im Monat an einem Samstag ganztags und 2x im Monat nach Absprache digital und/oder in Präsenz).

Weitere Informationen und Anmeldung zum Beratungsgespräch unter tretter@vh-ulm.de oder 0731 - 15 30 40

 

»Kulturen bekämpfen sich nicht, sie fließen zusammen«

Ilja Trojanow

Qualifizierung »Kulturmittlerin«

Seit Oktober 2010 findet eine Qualifizierung zur Kulturmittlerin an der Frauenakademie der Ulmer Volkshochschule statt. Das zugrundeliegende Konzept »Transkulturelles Lernhaus der Frauen« geht neue Wege zum Erwerb interkultureller Kompetenz. Es bringt Frauen mit und ohne Migrationsgeschichte zu einem gemeinsamen Lern- und Qualifizierungsprozess zusammen. Das Konzept wurde von 2005–2008 als Bundesmodellprojekt entwickelt und im Nationalen Integrationsplan als Beispiel guter Praxis genannt. Das »Transkulturelle Lernhaus der Frauen«  gründet auf der Idee des friedlichen Miteinanders verschiedener Kulturen, die sich in ihrer Vielfalt gegenseitig bereichern.

 

 Elemente des Trainings

  • kulturelles Basiswissen
  • Methodenkompetenz
  • Austausch und Vernetzung

Diese Trainings machen die Teilnehmerinnen mit Methoden vertraut, die geeignet sind, interkulturelle Kommunikationsprozesse zu erleichtern. Sie schaffen Erfahrungsräume, um eine neue Sichtweise auf die eigenen Haltungen und Verhaltensweisen zu entwickeln und Veränderungsprozesse anzustoßen.

Gruppentreffen

Die regelmäßigen Gruppentreffen ermöglichen den intensiven Austausch, Reflexion und Vertiefung. Die genaue inhaltliche Ausrichtung wird gemeinsam mit den Teilnehmerinnen festgelegt und kann immer wieder neu an die Notwendigkeit des Gruppenprozesses angepasst werden.

Zertifikat

Das Programm gliedert sich in einen Grundkurs (Oktober  bis Februar) und einen Aufbaukurs (März bis Juli). Die Teilnahme wird abschließend durch das Zertifikat »Kulturmittlerin« bescheinigt.

Repräsentantinnen der Vielfalt

Den Kern des Qualifizierungsprozesses bildet die Lerngruppe. Sie bietet einen geschützten Raum, in dem sich zehn bis sechzehn Frauen mit und ohne Einwanderungsbiographie begegnen. Hier treffen sich junge und ältere Frauen mit verschiedener kultureller, religiöser, säkularer und politischer Zugehörigkeit. In einer Atmosphäre des gegenseitigen Respekts und in einem Dialog auf Augenhöhe lernen sie miteinander und voneinander.

Je unterschiedlicher die Lerngruppe sich zusammensetzt, desto vielfältiger das Erleben. Wichtig ist die Bereitschaft, sich mit den eigenen Werten und Prägungen kritisch auseinanderzusetzen.

Als »Repräsentantinnen der Vielfalt« sind die Teilnehmerinnen eingebunden in die Gestaltung des Lernprozesses und in die Auswahl der Themen.

»Wir reden miteinander, nicht übereinander.«

Kulturmittlerinnen werden gebraucht …

  • als kompetente Multiplikatorinnen in Stadtteilen, religiösen Gemeinden, Vereinen und Kultureinrichtungen
  • als interkulturell erfahrene Mitarbeiterinnen in Behörden und Unternehmen sowie in Freiwilligenprojekten


mit dem Ziel …

  • den interkulturellen Austausch zu fördern und den Dialog in Gang zu setzen
  • zwischen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Prägungen, politischen und religiösen Überzeugungen zu vermitteln
  • und so die Einwanderungsgesellschaft aktiv mitzugestalten


»Nicht mehr Teil des Problems sein, sondern Teil der Lösung werden.«
David Bohm

Interessiert…?

Die Anmeldung erfolgt über den Fachbereich Frauenakademie. Bitte vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch.
Die Gebühr beträgt 480 Euro pro Semester. Gebührenermäßigungen sind im Einzelfall möglich.

 

Ihre Ansprechpartnerin

Kirsten Tretter Fachbereichsleiterin
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