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Ausbildung Transaktionsanalyse

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Ursprung der Transaktionsanalyse (TA)

1964 veröffentlichte der amerikanische Arzt und Psychologe Eric Berne sein Werk »Spiele der Erwachsenen« und benannte zum ersten Mal sein Modell der »Transaktionsanalyse«. Seitdem ist dieses in seiner Popularität zum Verständnis von Kommunikationsstörungen und Konflkten gewachsen. Psychologen, Wissenschaftler aber auch Kommunikationsforscher widmen sich immer wieder dem ursprünglichen Konzept und beweisen dadurch, welche Kraft und welches Potenzial in ihm erkennbar ist. Doch was genau ist die »TA« und wer kann sie für sich nutzen? 

Die Transaktionsanalyse ist ein Konzept, das auf mehreren Ebenen wirkt. Sie dient sowohl als Orientierung im Bereich der Psychologie, der Organisation, der Pädagogik, sowie auch der menschlichen Kommunikation. Seit seiner Entwicklung in den 1960iger Jahren wurde es vielfach weiterentwickelt und verfeinert. Trotzdem gehen sämtliche Forschung und sämtliche Erkenntnisse der heutigen Zeit zurück auf das ursprüngliche Konzept von Eric Berne und auf seine grundlegende Feststellung.

Grundgedanken der Transaktionsanalyse

Bei der TA handelt es sich um ein Modell der menschlichen Persönlichkeit, TA vermittelt ein Bild davon, wie Menschen psychologisch beschaffen sind, wie sie miteinander kommunizieren und wie sie im alltäglichen Miteinander Bedürfnisse befriedigen. Die TA entspringt der humanistischen Tradition – sie basiert auf der Grundlage, dass (auszugsweise)

  1. jeder Mensch so in Ordnung ist, wie er sich in seinen unterschiedlichen Facetten seiner Persönlichkeit zeigt
  2. Jeder Mensch die Fähigkeit besitzt Verantwortung für sich selbst und für seine sozialen Beziehungen zu übernehmen
  3. jeder Mensch das Potenzial hat sich zu ändern. Er hat die Fähigkeit zu Denken und Probleme zu lösen
  4. jeder Mensch besitzt Selbstheilungskräfte, die es gilt zu aktivieren
  5. jeder Mensch mit Hilfe seines Verstandes verantwortliche Entscheidungen treffen kann

Kern der psychologischen Beschaffenheit bildet das Ich-Zustandsmodell bzw. die Strukturanalyse. Sie hilft die verschiedenen Anteile der Persönlichkeit (Kinder-Ich, Erwachsenen-Ich, Eltern-Ich) und ihre Verhaltensweisen zu verstehen. Ein Ich-Zustand ist das Zusammenspiel von Denkmustern, Verhaltensweisen und Gefühlen. 

Die TA ist darüber hinaus auch ein Kommunikationsmodell.  Die Analyse der Transaktion hilft, menschliche Kommunikation auf eine neue Weise zu verstehen und positiv zu beeinflussen. Menschen, die die TA kennen, können ihre Kommunikation besser steuern, Konflikte vermeiden oder abschwächen und von daher ein besseres zwischenmenschliches Klima gestalten.

Die TA ist auch ein Entwicklungsmodell. Das Konzept des Lebensskriptes erklärt, wie Erlbens- und Verhaltensmuster, die in früher Kindheit entstanden sind, im Erwachsenenalter wieder auftauchen und meist erfolglos – zur Lösung von Problemen herangezogen werden. Auch hier kann die TA helfen, destruktive Lebensskripte zu erkennen und in positive Bahnen zu lenken. 

Bei der TA gewinnen Menschen Einblick in ihr emotionales und intellektuelles Sein, in ihre Gefühle und ihr Verhalten.

Norbert Herre Fachbereichsleiter
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