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Submarken

Dr. Christoph Hantel, seit 2019 Leiter der vh Ulm

Die vh Ulm hebt sich durch ihr Konzept der »Submarken« oder »Akademien« klar von an- deren Bildungseinrichtungen ab. Die Idee ist einfach und effektiv: Viele Menschen fühlen sich in Gruppen wohler, die auf Alter, Geschlecht oder gemeinsame Interessen abgestimmt sind. So entsteht ein vertrautes Umfeld, das Lernen erleichtert. Beispiele sind die »Frauenakademie« (seit 1986), die »Männerakademie« (seit 2011), die »Kinderhochschule« (seit 2021), die »Gesundheitsakademie« und das »Yogazentrum« (seit 2000), die »kontiki Kinderkunstschule« (seit 1987) sowie die Akademie für »bürgerschaftliches Engagement« (seit 2005). Jede Akademie hat einen eigenen Charakter, erkennbar an Stimmung, Umgangston und Arbeitsweise. Diese Struktur steht für Qualität. Dozent*innen und Teilnehmende sind stolz, dazuzugehören. Ich selbst spüre es oft intuitiv: Sobald ich einen Raum betrete, weiß ich, zu welcher Akademieer gehört, wer dort unterrichtet und wie der Umgangston ist. Diese unverwechselbare Atmo- sphäre, dieses gemeinsame Verständnis – sie sprechen ihre ganz eigene Sprache. Genau das begeistert mich immer wieder aufs Neue an diesem Konzept. Die Akademien bearbeiten komplexe Themen systematisch und integrierend – von Kompetenzaufbau bis praktischer Qualifizierung. Sie vernetzen persönliche Fähigkeiten mit fachlichen Inhalten. Für mich persönlich ist es faszinierend zu sehen, wie die vh Ulm dieses Prinzip seit Jahrzehnten erfolgreich lebt. Das ist wirklich etwas Besonderes. 

Die vh Ulm zählt zu den zehn größten Volkshochschulen Baden-Württembergs und betreibt das einzige länderübergreifende Programm für eine Stadt in Baden-Württemberg und Bayern. Mittelpunkt ist das 1968 im Stil des Ulmer Funktionalismus errichtete EinsteinHaus am Kornhausplatz mit 27 Seminar-, Vortrags- und Schulungsräumen für Tagungen sowie großzügigen Foyers für Gruppen, Ausstellungen und Feste – alles modern und multimedial ausgestattet. Jährlich ziehen rund 30.000 Menschen in Kurse und Seminare, etwa 25.000 zu Vorträgen und Kulturveranstaltungen. Bei durchschnittlich zehn Besuchen pro Teilnehmenden ergeben sich 250.000 Besuche, 75.000 Unterrichtsstunden und über 3.500 Veranstaltungen. Einige Submarken ergänzen seit den 1970er Jahren das Angebot: »Abendgymnasium«, »Frauenakademie« für Kompetenzaufbau bei Frauen, »kontiki Kinderkunstschule« mit kreativen Kursen für Kinder und Jugendliche, »Gesundheitsakademie« und »Yogazentrum« rund um Wellness und Yoga, »Akademie für bürgerschaftliches Engagement« mit Seminaren für Ehrenamtliche, »Männerakademie« zur Persönlichkeitsentwicklung sowie das »Aicher-Scholl-Kolleg« und die »Kinderhochschule«. Weite- re Lernorte umfassen ein Tanzstudio mit zwei großen Sälen in Ulm und weitere vh-Lernorte in Langenau, Neu-Ulm, Blaustein, Erbach und weiteren Mitgliedskommunen. 

»Eine unserer Stärken sind die Akademien und Submarken mit ihrem eigenständigen Charakter.«

Dr. Christoph Hantel, seit 2019 Leiter der vh Ulm

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