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vh Akademie – Nachhaltigkeit - wer braucht das noch?
Dozent*innen: Matthias Rausch, Prof. Dr. Susanne Kühl, Dr.-Ing. Hans-Ulrich Streit
»Nachhaltigkeit - wer braucht das noch?«
Zwischen Skepsis, Krisenerfahrung und konkretem Handeln nimmt die Reihe unterschiedliche Perspektiven auf Nachhaltigkeit in den Blick. Sie lädt dazu ein,
eigene Positionen zu reflektieren und neue Impulse mitzunehmen.
Was bedeutet Nachhaltigkeit heute – persönlich, gesellschaftlich und global? Die Veranstaltungsreihe verbindet offenen Austausch, wissenschaftliche Einordnung und praktische Anregungen.
09. März Nachhaltigkeit – wer braucht das noch?
(Matthias Rausch)
Zum Einstieg erkunden die Teilnehmenden die Vielfalt der anwesenden Meinungen zu dieser Frage. Im Wechsel aus Sprechen und Zuhören wird diesen individuellen Meinungen, ohne Diskussion und Widerspruch, Raum gegeben. Als Einstieg in die kommenden Abende wird so die Grundlage geschaffen für wertvollen Dialog, der über die reine Sachebene hinaus geht.
Der Einstiegstermin nutzt das bewertungsfreie Dialogformat „Sprechen und Zuhören“ des Vereins Mehr Demokratie.
16. März Nachhaltigkeit in der Krise
(Dr.-Ing. Hans-Ulrich Streit)
Schon 1972 warnte der Club of Rome vor den ökologischen Folgen unbegrenzten Wirtschaftswachstums. Seitdem ist viel passiert: Umwelt- und Klimaschutz wurden politisch verankert, internationale Abkommen geschlossen und erneuerbare Energien ausgebaut.
Gleichzeitig stehen Gesellschaften heute vor vielfältigen Herausforderungen wie wirtschaftlicher Unsicherheit, Migration, politischen Spannungen und internationalen Konflikten. In diesem Kontext stellt sich die Frage: Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit heute noch? Der Vortrag gibt einen Überblick über die Entwicklungen der letzten 50 Jahre und lädt dazu ein, gemeinsam über aktuelle Prioritäten nachzudenken.
23. März Bildung für nachhaltige Entwicklung: Kann das weg?
(Prof. Dr. Susanne Kühl)
Bildung für nachhaltige Entwicklung gilt als ein Schlüsselelement für mehr Umweltschutz. Doch was bringt ein Mehr an Bildung eigentlich?
Um dieser Frage nachzugehen, werden verschiedene Ansätze der Umweltkommunikation und deren Wirksamkeit vorgestellt. Anhand aktueller Forschungsergebnisse werden wir sehen, ob die Integration von Umweltthemen in die universitäre Lehre einen Einfluss auf die Haltung Studierender hat. Auch werden wir besprechen, ob ein wissenschaftlicher Vortrag
einen Effekt bei einer allgemeinen Zuhörerschaft bewirkt. Abschließend diskutieren wir, ob und wie uns diese Erkenntnisse für unser zukünftiges Handeln motivieren können.
13. April Pestizide in Naturgewässern – schädlich oder nicht?
(Prof. Dr. Susanne Kühl)
Derzeit sind gut 40% aller bekannten Amphibienarten akut vom Aussterben bedroht. Gleichzeitig finden sich in Gewässerproben weltweit Rückstände von Pestiziden, mit denen Amphibien in Kontakt kommen können. In meinem Vortrag werde ich unter anderem am Beispiel von Glyphosat aufzeigen, welche Auswirkungen Pestizide auf die embryonale Entwicklung von Kaulquappen haben können. Es wird besprochen, wie relevant die in Labor-studien eingesetzten Pestizidkonzentrationen für die Natur sind und ob der Einsatz von Pestiziden ein Grund für das Amphibiensterben ist. Außerdem werden wir diskutieren, welche Relevanz diese Daten für uns Menschen haben.
20. April Zukunft pflanzen
(Matthias Rausch)
„Bis du ein Loch gräbst, einen Baum pflanzt, ihn bewässerst und ihn überleben lässt, hast du nichts getan. Du redest nur.“ - Wangari Maathai (Kenianische Ministerin).
Angesichts globaler Krisen erscheinen die eigenen Einflussmöglichkeiten gering. Der Impuls zeigt auf, wie jede*r durch gärtnerisches Handeln – im Garten, auf dem Balkon oder auch nur auf dem Fensterbrett die eigene Wirksamkeit wieder spüren kann.
Gemeinsam werden wir zum Abschluss darüber nachdenken, wie sich dieses Bild auch auf andere Bereiche des Lebens übertragen lässt.
27. April Was bedeutet „Enkeltauglichkeit“?
(Dr.-Ing. Hans-Ulrich Streit)
Im Jahr 1377 legten Ulmer Bürger den Grundstein für das Münster – in dem Bewusstsein, dass sie dessen Fertigstellung selbst nicht mehr erleben würden. Ihr Handeln war aufkommende Generationen ausgerichtet. Wie gehen wir heute mit dieser Verantwortung um? In Zeiten vielfältiger Krisen scheint die Sicherung des eigenen Wohlstands oft dringlicher als langfristiges Denken. Gleichzeitig fragen sich viele, welchen Unterschied individuelles Handeln überhaupt macht, wenn andere nicht mitziehen. Bei diesem Treffen wollen wir gemeinsam darüber nachdenken, welche Werte und Haltungen in unsicheren Zeiten Orientierung geben können – für uns heute und für die Generationen von morgen.
Ihre Referent*innen
Prof. Dr. Susanne Kühl, Institut für Biochemie und Molekulare Biologie, Universität Ulm
Susanne Kühl ist Diplom-Biologin und hat sich für das Fach Biochemie und Molekulare Biologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm habilitiert. Weiterhin hat sie den Master of Medical Education an der Universität Heidelberg absolviert. Ihre vielseitigen Forschungsaktivitäten reichen vonder Grundlagenforschung in der klassischen Entwicklungsbiologie, toxikologischen Untersuchungen an Froschembryonen, Analysen zur Umweltkommunikation bis hin zu Studien im Bereich der Lehr-Lern-Forschung. Weiterhin fungiert sie als Autorin und Herausgeberin mehrerer Lehrbücher. Für ihre Lehre und Forschung erlangte sie bereits einige Auszeichnungen wie den Universitätslehrpreis der Universität Ulm 2018.
Matthias Rausch pflanzt seit dreißig Jahren Zukunft – in mittelständischen Projekten zu Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Organisationsentwicklung.
Seit vielen Jahren ist er zudem ehrenamtlich engagiert in der Gemeinwohl-Ökonomie und im Haus der Nachhaltigkeit. Seit 2024 ist er hauptamtlich als Geschäftsführer der Stiftung Gartenkultur aktiv. Dort beschäftigt er sich insbesondere mit der Gartenkultur der Zukunft für eine Gesellschaft, die es heute noch nicht gibt.
Dr.-Ing. Hans-Ulrich Streit ist Umweltingenieur und seit über 40 Jahren in unterschiedlichen Bereichen tätig – in der chemischen Industrie, in Ingenieurbüros und seit vielen Jahren als freiberuflicher Berater. Er beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie ein gutes Leben in unserer Gesellschaft und auf unserem Planeten gelingen kann – ökologisch, sozial und wirtschaftlich. Er engagiert sich im Ulmer Initiativkreis nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und leitet Kurse an der Männerakademie.
Seminartermine
6 Montage (12 UStd.)
Montag, 09. März, 16 bis 17:30 Uhr
Montag, 16. März, 16 bis 17:30 Uhr
Montag, 23. März, 16 bis 17:30 Uhr
Montag, 13. April, 16 bis 17:30 Uhr
Montag, 20. April, 16 bis 17:30 Uhr
Montag, 27. April, 16 bis 17:30 Uhr
6-mal (12 Unterrichtsstunden) | Montag
Beginn: 09.03.2026 | 16:00 bis 17:30 Uhr
| Datum | Uhrzeit | Ort | |
|---|---|---|---|
| Mo., 09.03.2026 | 16:00 - 17:30 Uhr | Club Orange | |
| Mo., 16.03.2026 | 16:00 - 17:30 Uhr | Club Orange | |
| Mo., 23.03.2026 | 16:00 - 17:30 Uhr | Club Orange | |
| Mo., 13.04.2026 | 16:00 - 17:30 Uhr | Club Orange | |
| Mo., 20.04.2026 | 16:00 - 17:30 Uhr | Club Orange | |
| Mo., 27.04.2026 | 16:00 - 17:30 Uhr | Club Orange | |
| Download der Termine |
Kirsten Tretter
Tel. 0731 1530-40
tretter@vh-ulm.de
ab 10 Teilnehmer*innen
noch freie Plätze
60,00 €

