Zum Inhalt der Seite springen
SucheMeine vh0

Geschichte / Zeitgeschichte

Außerhalb der NS-„Volksgemeinschaft“: Das Zwangsarbeitslager Roter Berg in Ulm

Abendveranstaltung des Ulmer/Neu-Ulmer Arbeitskreises 27. Januar

Zwangsarbeiter*innen in der LKW-Motorenmontage bei KHD-Magirus Zwangsarbeiter*innen in der LKW-Motorenmontage bei KHD-Magirus

© Stadtarchiv Ulm

Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Eine Veranstaltung des Arbeitskreises 27. Januar

Der Rote Berg westlich von Söflingen war lange Zeit ein Ort, an dem Menschen in überfüllten Barackensiedlungen unter erbärmlichen Zuständen jenseits der „Volksgemeinschaft“ lebten: „Asoziale“, Sinti und Roma, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter*innen - ausgegrenzt, ausgebeutet und unterversorgt in sämtlichen Belangen.

Zwischen 1942 und 1945 lebten hier wohl insgesamt über 5000 Menschen, zunächst französische und belgische Kriegsgefangene, dann auch zivile Zwangsarbeiter*innen aus den besetzten Gebieten in beengter, hygienisch absolut unzureichender Unterbringung, von Auszehrung und Krankheiten geplagt. Sie wurden als billige Arbeitskräfte von Ulmer Firmen wie Magirus oder Käßbohrer eingesetzt. 1942 wurde am Roten Berg eine Bordell-Baracke („B-Baracke“) errichtet, in der sich Zwangsarbeiterinnen prostituieren mussten. Eine auch für Zwangsabtreibungen genutzte „Entbindungsanstalt“ kam im April 1944 hinzu.

Innerhalb einer um die Lesung eines Augenzeugenberichtes ergänzten Gesprächsrunde und anhand einer multimedialen Präsentation zeitgenössischer Bilder und Dokumente sollen am Abend des 27. Januar der Opfer gedacht und die Lebensbedingungen am Roten Berg sowie auch der Umgang mit Verfolgten, Tätern und dem Ort nach 1945 beleuchtet werden.

Begrüßung
Oberbürgermeister Martin Ansbacher (Ulm) und Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger (Neu-Ulm)

Online-Teilnahme
Die Veranstaltung wird auch als Live-Stream angeboten. Alle Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg (https://dzok-ulm.de/) und bei den Social-Media-Kanälen der beteiligten Institutionen.

Organisator*innen
Die jährliche Gedenkfeier wird vom Ulmer / Neu-Ulmer Arbeitskreis 27. Januar veranstaltet. Die Mitglieder des Arbeitskreises sind:

Deutsch-Israelische Gesellschaft, Ulm / Neu-Ulm
Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm (DZOK)
Evangelische Gesamtkirchengemeinde Ulm
Förderverein Neue Synagoge e.V.
Katholische Gesamtkirchengemeinde Ulm
Stadt Neu-Ulm / Abteilung Kultur-Schule-Sport
Stadt Neu-Ulm / Stadtarchiv
Stadt Ulm / Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv
Stadt Ulm / Öffentlichkeitsarbeit und Repräsentation
Stadt Ulm / Stadthaus
Ulmer Volkshochschule
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - BdA Ulm

Datum | Uhrzeit
Termin: Dienstag, 27.01.2026 | 20:00 Uhr
Ort

Stadthaus Ulm

Kurs-Nummer

25H0108119

Informationen zur Veranstaltung

Daniel Kanzleiter
Tel. 0731 1530 24
kanzleiter@vh-ulm.de

Plätze

ab 1 Teilnehmer*innen
Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Preis

Eintritt frei

Zurück
Keine Online-Anmeldung möglich/nötig
Nach oben springen