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Eine Anmeldung für die Workshops ist bis zum 17.09. per E-Mail an luchtundintegration@ulm.de möglich
In Zusammenarbeit mit der Stadt Ulm, Projekt Geflüchtete und dem Fachnetzwerk Sozialpsychologie zu Flucht und Integration
Podiumsgäste:
MDgt’in Prof. Dr. Birgit Locher-Finke, Abteilungsleiterin Integration, Europa des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg
Prof. Dr. Daniela Niesta Kayser, Freie Universität Berlin
Delshad Ido, Initiator für die Anerkennung des Völkermordes an den Jesid*innen durch den Bundestag und in der Schweiz
Lothar Klatt, Vorsitzender des Flüchtlingsrats Ulm/Alb-Donau-Kreis e.V.
Jan Rick, Projektleitung Geflüchtete der Stadt Ulm
Moderation:
Dr. Jens Hellmann, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Grußworte
Tim von Winning, Bürgermeister
MDgt’in Prof. Dr. Birgit Locher-Finke, Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg
Daniel Kanzleiter, vh Ulm
HINWEIS: Die Veranstaltenden behalten sich vor, vom Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenfeindliche Äußerungen in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
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Die Veranstaltung findet im Rahmen des Fachtags zum Austausch zwischen Wissenschaft und lokaler Praxis:
"Was haben wir bereits erreicht und was müssen wir noch schaffen?" des Fachnetzwerks Sozialpsychologie zu Flucht und Integration, der Stadt Ulm (Projekt Geflüchtete) sowie der vh statt.
Für Haupt- und Ehrenamtliche, die in der Arbeit mit Geflüchteten tätig sind, besteht die Möglichkeit, sich zusätzlich für folgende Workshops bis zum 17. September 2026 per E-Mail an fluchtundintegration@ulm.de anzumelden:
Workshop 1, 11:00 - 12:30 Uhr
"Die da oben machen ja eh, was sie wollen" – Verschwörungsglaube über Geflüchtete und unter Geflüchteten erkennen, verstehen und verringern.
Referent: Dr. Kevin Winter, Universität Hohenheim
Der Workshop soll die Teilnehmenden für Risikofaktoren und potentielle Gefahren sensibilisieren, die mit dem Glauben an Verschwörungstheorien sowohl über als auch unter Geflüchteten einhergehen. Nach einem kurzen fachlichen Input zum Begriff Verschwörungsglaube werden eigene Erfahrungen aus dem Arbeits- und Ehrenamtsalltag gesammelt und reflektiert. Ein weiterer Input wird sich mit den strukturellen und psychologischen Risikofaktoren sowie der Rolle von Verschwörungstheorien in Radikalisierungsprozessen und als Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt beschäftigen. Darauf aufbauend, werden mit den Teilnehmenden konkrete Strategien und Präventionsmaßnahmen diskutiert und entwickelt. Interaktive Methoden wie Kleingruppenarbeit, Fallbesprechungen und Perspektivwechsel fördern die kritische Selbstreflexion und den Austausch zwischen den verschiedenen Praxisfeldern. Ziel ist es Verschwörungstheorien erkennen zu können und für den Umgang mit ihnen vorzubereiten, um ihnen frühzeitig begegnen zu können.
Workshop 2, 13:00 - 14:30 Uhr
"Mir steht doch mehr zu!?" – Anspruchsdenken in der Einwanderungsgesellschaft erkennen und konstruktiv begegnen
Referent: Dr. Jens Hellmann, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Der Workshop soll die Teilnehmenden für Formen von Anspruchsdenken („Entitlement“) innerhalb der Mehrheitsgesellschaft und deren Auswirkungen auf den Umgang mit Zugewanderten sensibilisieren. Nach einem kurzen fachlichen Input zu Begriff, Ursachen und typischen Erscheinungsformen werden die Erfahrungen der Teilnehmenden aus ihrem Arbeits- und Ehrenamtsalltag gesammelt und reflektiert. Anhand konkreter Fallbeispiele analysieren die Teilnehmenden, wie sich Anspruchshaltungen in Sprache, Erwartungen und Bewertungen äußern können. Interaktive Methoden wie Kleingruppenarbeit, Fallbesprechungen und Perspektivwechsel fördern die kritische Selbstreflexion und den Austausch zwischen den verschiedenen Praxisfeldern. Abschließend werden Handlungsmöglichkeiten für einen professionellen, respektvollen und deeskalierenden Umgang mit entsprechenden Situationen erarbeitet. Ziel ist die Stärkung von Handlungssicherheit und diskriminierungssensibler Kommunikation im kommunalen Kontext.
Workshop 3, 15:00 - 16:30 Uhr
„Was Integration gelingen lässt – Gelingensbedingungen und Barrieren erfolgreicher Integration von Geflüchteten“
Referentin: Prof. Dr. Daniela Niesta Kayser, Freie Universität Berlin
Der Workshop beschäftigt sich mit den Faktoren, die eine nachhaltige Integration von Geflüchteten auf kommunaler Ebene fördern oder behindern. Aufbauend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Good-Practice-Beispielen aus dem Fachnetzwerk Sozialpsychologie zu Flucht und Integration werden zentrale Gelingensbedingungen wie Partizipation, Bedarfsorientierung, Vernetzung und soziale Begegnung sowie typische Barrieren analysiert. Die Teilnehmenden reflektieren eigene Erfahrungen aus Verwaltung, Sozialarbeit, Ehrenamt und Zivilgesellschaft und diskutieren konkrete Praxisfälle. Interaktive Methoden wie Kleingruppenarbeit, Fallanalysen und kollegialer Austausch ermöglichen einen Transfer auf die eigene Kommune oder Organisation. Ziel ist es, Handlungssicherheit zu stärken und konkrete Ansatzpunkte für eine integrationsförderliche kommunale Praxis zu entwickeln. Die Inhalte orientieren sich an Good-Practice-Kriterien wie Partizipation, Empowerment, Nachhaltigkeit und lokaler Vernetzung.
Alle Workshops finden im EinsteinHaus der Ulmer Volkshochschule (Kornhausplatz 5, 89073 Ulm) statt.
Termin: Donnerstag, 01.10.2026 | 18:00 Uhr
Daniel Kanzleiter
Tel. 0731 1530 24
kanzleiter@vh-ulm.de
ab 5 Teilnehmer*innen
Für die Abendveranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich.
Eine Anmeldung für die Workshops ist bis zum 17.09. per E-Mail an luchtundintegration@ulm.de möglich
Eintritt frei

