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Bild: Teilnehmerinnen der Frauenakademiemit ihren Zertifikaten

Qualifizierung Kulturmittlerin

Transkulturelles und interreligiöses Lernhaus der Frauen

Seit Oktober 2010 findet eine Qualifizierung zur Kulturmittlerin an der Frauenakademie der Ulmer Volkshochschule statt. Das zugrundeliegende Konzept »Transkulturelles und interreligiöses Lernhaus der Frauen« geht neue Wege zum Erwerb interkultureller Kompetenz. Es bringt Frauen mit und ohne Migrationsgeschichte zu einem gemeinsamen Lern- und Qualifizierungsprozess zusammen. Das Konzept wurde von 2005–2008 als Bundesmodellprojekt entwickelt und im Nationalen Integrationsplan als Beispiel guter Praxis genannt. Das »Transkulturelle und interreligiöse Lernhaus der Frauen«  gründet auf der Idee des friedlichen Miteinanders verschiedener Kulturen, die sich in ihrer Vielfalt gegenseitig bereichern.

»Kulturen bekämpfen sich nicht, sie fließen zusammen«
Ilja Trojanow

 Methodisch ausgerichtete Trainings

  • Dialogmethode
  • Biografie und Transkultur
  • Wahrnehmung und Wirklichkeit
  • Kultursimulation Ekotonos
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Weltreligionen - Weltethos

Diese Trainings (Freitag/Samstag) machen die Teilnehmerinnen mit Methoden vertraut, die geeignet sind, interkulturelle Kommunikationsprozesse zu erleichtern. Sie schaffen Erfahrungsräume, um eine neue Sichtweise auf die eigenen Haltungen und Verhaltensweisen zu entwickeln und Veränderungsprozesse anzustoßen.

Gruppentreffen

Die regelmäßigen Gruppentreffen (Freitagvormittag) ermöglichen den intensiven Austausch, Reflexion und Vertiefung. Die genaue inhaltliche Ausrichtung wird gemeinsam mit den Teilnehmerinnen festgelegt und kann immer wieder neu an die Notwendigkeit des Gruppenprozesses angepasst werden.

Zertifikat

Das Programm gliedert sich in einen Grundkurs (14-tägige Treffen März bis Juli) und einen Aufbaukurs (1-mal pro Monat Oktober bis Februar). Die Teilnahme wird abschließend durch das Zertifikat »Kulturmittlerin« bescheinigt.

Repräsentantinnen der Vielfalt

Den Kern des Qualifizierungsprozesses bildet die Lerngruppe. Sie bietet einen geschützten Raum, in dem sich zehn bis sechzehn Frauen mit und ohne Einwanderungsbiographie begegnen. Hier treffen sich junge und ältere Frauen mit verschiedener kultureller, religiöser, säkularer und politischer Zugehörigkeit. In einer Atmosphäre des gegenseitigen Respekts und in einem Dialog auf Augenhöhe lernen sie miteinander und voneinander.

Je unterschiedlicher die Lerngruppe sich zusammensetzt, desto vielfältiger das Erleben. Wichtig ist die Bereitschaft, sich mit den eigenen Werten und Prägungen kritisch auseinanderzusetzen.

Als »Repräsentantinnen der Vielfalt« sind die Teilnehmerinnen eingebunden in die Gestaltung des Lernprozesses und in die Auswahl der Themen.

»Wir reden miteinander, nicht übereinander.«

Kulturmittlerinnen werden gebraucht …

  • als kompetente Multiplikatorinnen in Stadtteilen, religiösen Gemeinden, Vereinen und Kultureinrichtungen
  • als interkulturell erfahrene Mitarbeiterinnen in Behörden und Unternehmen sowie in Freiwilligenprojekten


mit dem Ziel …

  • den interkulturellen Austausch zu fördern und den Dialog in Gang zu setzen
  • zwischen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Prägungen, politischen und religiösen Überzeugungen zu vermitteln
  • und so die Einwanderungsgesellschaft aktiv mitzugestalten


»Nicht mehr Teil des Problems sein, sondern Teil der Lösung werden.«
David Bohm

Interessiert…?

Die Anmeldung erfolgt über den Fachbereich Frauenakademie. Bitte vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch. Gebührenermäßigungen sind im Einzelfall möglich.

Ihre Ansprechpartnerin

Kirsten Tretter Fachbereichsleiterin
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