VH Ulm

Aktuelles

2016-12-05

5 Jahre Männerakademie

Fünf Jahre Männerakademie an der vh in Ulm- ein schöner Grund zum Feiern
Ein Höhrsaal voller interessiert zuhörender Männer

Ulm. Fünf Jahre Männerakademie an der vh in Ulm- das ist wahrlich ein Grund zum Feiern. Darum trafen sich am Mittwoch mehr als 70 Besucher der Akademie in der HfG mit ihren Gästen, um dort auf die Anfänge zurückzuschauen, einen Festvortrag zu hören und miteinander gesellig zu feiern.

"Den großen Hörsaal in der HfG zu füllen, das beeindruckt",  stellte vh-Leiterin Dr. Dagmar Engels eingangs fest, als sie stolz vom jüngsten vh-Kind berichtete. "Es arbeitet, wächst und gedeiht, geht noch in den Kindergarten und kommt jetzt in die Schule", so Engels. Mit jetzt knapp 100 Männern, die ihre Akademie besuchen, sei eine Grenze erreicht, wo Veränderungen anstünden. Behutsam, so wie bisher alles bei der vh einvernehmlich geregelt wurde, wird nun ein Modell diskutiert, wie man diesen Arbeitszweig fit für die Zukunft machen kann, denn mit dem bisherigen bräuchte man immer mehr Räume und Dozenten, die es nicht hat. Derzeit bestehen sechs Gruppen.

Engels: "Wenn man die fünf Jahre Vorbereitungszeit hinzurechnet, die Lothar Heusohn als damaliger Fachbereichsleiter Politik der vh investierte, dann könnte man auch locker heute das zehnjährige Bestehen feiern." Als man 2011 mit 28 Bildungswilligen anfing, hatte man sich vorgenommen, gemeinschaftsbildend zu wirken. Das ist auch heute noch so. Die Ulmer Männerakademie ist vermutlich weltweit die Einzige ihrer Art. 

Dr. Markus Stadtrecher, jetziger vh-Fachbereichsleiter Politik und "Chef" der Männerakademie:" Es ist die Bereitschaft der hierher kommenden Männer, sich auf neue Themen einzulassen und etwas zur persönlichen Horizonterweiterung beizutragen". Das sind die beiden Bausteine, auf denen die Akademie gründet. Auch 2016, im 70. Jahr des Bestehens der "Mutter vh" kamen wiederum 12 neue Teilnehmer und damit die sechste Gruppe hinzu. 

Über das Thema" Vom Risiko, ein Mann zu sein" sprach Dr. Matthias Stiehler in seinem gut einstündigen Festvortrag, der anschließend in Gruppen diskutiert wurde. Psychologischer Berater, Theologe und Erziehungswissenschaftler ist der Referent, der als 1. Vorsitzender dem Dresdner Institut für Erwachsenenbildung und Gesundheitswissenschaften e. V. vorsteht. Stiehler betrachtete in seinen Ausführungen vor allem die gesundheitlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau sowie deren Lebensgewohnheiten, die zu verschieden langen Lebenserwartungen führten.

Foto und Text von Roland Schütter


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