

Hier geht's zur Webseite der Sommerschule:
www.vh-ulm-sommerschule.de
Sommerschule. Bildungskurse für Menschen mit Behinderung oder Lernschwierigkeiten.
Aquarelle malen, Computer und Internet benutzen, Ton gestalten, Kochrezepte ausprobieren, afrikanische Rhythmen lernen – für die meisten Menschen sind solche Angebote selbstverständlich. Und für behinderte Menschen? Können auch sie teilnehmen am ganz normalen, am selbstverständlichen Leben? Außerhalb der »beschützenden« Einrichtung? Mitten im Leben – dort, wo all die anderen sind? Die nicht-behinderten Menschen?
Normalerweise nicht. Normalerweise sind zu viele Hemmnisse da, organisatorische, finanzielle, bauliche und soziale. Deshalb die Idee: »Sommerschule. Bildungskurse für Menschen mit geistiger Behinderung oder Lernschwierigkeiten …aus Ulm und Ulm herum.« 1999 zum ersten Mal und seitdem jedes Jahr wieder. Mitten in der Stadt, mitten in der Volkshochschule, dort, wohin auch all die »anderen« gehen, mitten im Leben
Kurse für Menschen mit Behinderung gab es dort bereits seit vielen Jahren; und es wird sie dort auch weiter geben. Aber das Angebot im Sommer, in der Ferienzeit, also genau dann, wenn nicht mehr viel »los« ist in der Stadt, das war neu. Die »Sommerschule« wollte (und will) ein »Ermöglichungsort« sein, es Menschen mit (geistiger) Behinderung erlauben, in Bildungskursen neue, vielfältige Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln, sich als lernende und kreative Menschen zu erleben. So steht die »Sommerschule« für zweierlei: Dafür, dass das Recht auf Bildung kein Anspruch ist, der einige ein- und andere ausschließt. Und dafür, dass Bildung etwas Umfassendes ist.
Zunächst war sie ein »Experiment«. Doch heute ist sie so etwas wie eine Selbstverständlichkeit, fast schon Normalität, die »Sommerschule« mit ihren Kursen vom »Sinnlichen Erlebniswochenende« bis zur »Verflixten Schönheit«, vom »Streifzug durchs Ulmer Stadtleben« bis zum »Urlaub mit Pferden«, vom »Computer für Anfänger« bis zum »Malen für Senioren«.