VH Ulm

EU-Projekte

Warum europäische Projekte an der Ulmer Volkshochschule?

Seit 2002 ist die Ulmer Volkshochschule durch eine Mitarbeit in zahlreichen Projekten europaweit engagiert. Kurz zuvor - im Jahr 2000 - war mit »Sokrates-Grundtvig« ein europäisches Programm geschaffen worden, das die allgemeine Erwachsenenbildung neben der Schul- und Hochschulbildung zur dritten Säule im Bildungsbereich erklärte.

Mit der Entscheidung, sich europäisch zu vernetzen, beabsichtigt die vh zunächst, die mittlerweile großräumig gewordene Europäische Union zu einer real erlebbaren Einheit zu machen, das heißt die europäische Dimension nicht nur als ein Abstraktum erfahren zu lassen.

Darüber hinaus bietet die Zusammenarbeit unterschiedlicher europäischer Erwachsenenbildungseinrichtungen die besondere Chance, vielfältige Konzepte, Ansätze und Erfahrungen kennen zu lernen und sie zu nutzen zur qualitativen Verbesserung des eigenen Angebots.

Durch die Entwicklung konkreter »Produkte« - zum Beispiel in Form von Handbüchern, Kurskonzepten, Informationsbroschüren in gedruckter und/oder digitaler Form - werden Ergebnisse der Projektarbeit direkt in die Praxis überführt.

»Lernpartnerschaften« eröffnen die Möglichkeit der direkten Begegnung und des Austauschs von Menschen in Europa, die ansonsten keine Möglichkeit hätten, sich näherzukommen. Damit wird der Auftrag der Volkshochschule, »Bildung für alle« anzubieten, besser wahrgenommen.

Nicht zuletzt ist es durch die europäische Zusammenarbeit möglich, den Stellenwert der Erwachsenenbildung in der politischen Diskussion zu erhöhen. Alles in allem: Die Durchführung europäischer Kooperationsprojekte ist zu einem Merkmal von Qualität geworden.

Dies drückt sich auch in der Reaktion von Beteiligten an den europäischen vh-Projekten aus:

»Mit großer Begeisterung habe ich an dem Projekt der Lernpartnerschaft teilgenommen. Meinen Horizont konnte ich erweitern, indem ich die Möglichkeit hatte, nach Belfast zu reisen und mich dort vor Ort mit Frauen auszutauschen. Erlebtes Lernen ist nicht zu vergleichen mit Berichten aus der Zeitung oder dem Fernsehen. Meine Sprache (Englisch) konnte ich wieder aktivieren, Kenntnisse im Umgang mit dem PC erweitern und Freundschaften schließen. Die gemeinsamen Erlebnisse in unserer Gruppe waren großartig. Für mich war das Jahr eine große Bereicherung.«

»Durch die Teilnahme habe ich gelernt und erfahren, dass interkultureller Austausch sehr beeindruckend ist: sprachlich, emotional und bildungspolitisch.«

»Ich empfehle die Teilnahme, weil wir in Europa aufeinander zu gehen sollen - in kleinen Schritten - nicht nur in riesigen Kongressen und auch nicht in Massenveranstaltungen. Wer sich auf europäische Projekte einlässt, wird die Vielfalt erleben, die durch die Kommunikation mit anderen entsteht.«

»Man erfährt Persönliches und Landesspezifisches, was in keiner Zeitung steht: Lebensbedingungen, Gefühle, Verhalten - und man versucht, sich selbst und auch sein Land den anderen näher zu bringen, Vorurteile und Ängste abzubauen (auf beiden Seiten) abzubauen. Man lernt sich selbst und seine Fähigkeiten besser kennen und einschätzen, gewinnt neue Freunde und Selbstvertrauen.«

Die vh war oder ist an folgenden Projekten beteiligt: